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Der Annapurna Circuit

Das Annapurna Massif bildet das Herzstück des über 2500 km langen Himalayas. Drumherum führt eine der bekanntesten Trekkingrouten der Welt. Der Annapurna Circuit. Mit einer Dauer von bis zu 20 Tagen und einer maximalen Höhe von über 5400 m über NN ist er durchaus eine Herausforderung, aber gleichzeitig durch sehr gute Infrastruktur (Lodges, Guesthäuser usw.) für untrainierte / unerfahrene Machbar. Das heißt aber keinesfalls, dass es ein Spaziergang ist…

Los ging von Bulé Bulé von 900 m über dem Meeresspiegel nach einem Tag Busfahrt von Kathmandu. Rucksack aufgeschnallt, Schuhe festgezogen und ab. Langsam aber sicher immer Höher, die Vegetation und das Landschaftsbild ändert sich ständig. Irgendwann kommt der erste Schnee, es wird kälter. Unterwegs trifft man immer wieder andere Trekker aus der ganzen Welt - es ist jedoch nie so, dass es stört, sondern man freut sich über Gesellschaft.

In Manang (3600 m über NN) legen wir einen Tag Pause zur Akklimatisation ein, denn in den nächsten 3 Tagen geht es bis auf den Thorong La Pass. So langsam kommen erste Zweifel auf, denn es ist bitterkalt und hier wird nirgends wirklich geheizt. Man könnte doch genau so gut in Thailand am Strand liegen…

Da meine Trekkingkollegin Sarah nach der Passüberquerung ziemlich geschädigt war (Sonnebrand, Blasen) trennten sich unsere Wege: sie mit dem Jeep nach Pokhara; ich zu Fuß weiter Richtung Poon Hill, einem Aussichtspunkt am Fuße des Annapurna Massifs. Zwischenzeitlich bin ich schon wieder auf 1000 m über NN abgestiegen und es kommt zum finalen Anstieg. Zwei Tage später / 6 Uhr morgens: spektatkuläres Bergpanorama…

… aber leider auch (sehr) viele Leute, da der Ort zu Fuß mit ein bis zwei Tagen von Pokhara aus gut zu erreichen ist.

Letztes Abstieg, 2000 Höhenmeter an einem Tag runter - weiche Knie garantiert. Ich verlasse die Annapurna Conservation Area, stemple ein letztes mal meine Trekkingpermit und das wars dann auch. Ab nach Pokhara, eine warme ausgiebige Dusche wartet!